Geförderte Projekte 2026

Referenzbibiothek

Simoné Goldschmidt-Lechner

„Beyond Borders: Love and Literature“ 
50.000,00 Euro

Ausstellung vom 13. bis 16. August 2026

„Beyond Borders: Love and Literature“ schafft ein nachhaltiges, genreübergreifendes Angebot für Schreibende in Hamburg. Die Veranstaltungen werden in unabhängigen Buchläden und Spielstätten in ganz Hamburg stattfinden und in Zeiten zunehmenden Rechtsrucks Orte solidarischen Zusammenkommens feiern.

Thiseas Efstathopoulos/para-education

„ReferenzBibliothek zu Kunst im öffentlichen Raum Hamburg und darüber hinaus“
59.500,00 Euro

Ausstellung läuft

Die Geschichten und Hintergründe der zahlreichen Kunstwerke, Denkmale und künstlerischen Projekte im öffentlichen Stadtraum sind weder erzählt noch festgehalten. Die Referenzbibliothek sammelt die Geschichten von Kunst im öffentlichen Raum und entwickelt dazu ein inklusives, barrierearmes, digitales Vermittlungstool.

Clara Pazzini

„POPAGANDA“ 
66.000,00 Euro

Ausstellung am 26. Juni 2026

POPAGANDA ist eine antifaschistische Pop-Oper im öffentlichen Raum – ein Musiktheater-Umzug durch Hamburg, zwischen Konzert, politischem Happening und choreografierter Demonstration. Ein mobiler Bühnenwagen zieht mit Sänger:innen, Tänzer:innen und Musiker:innen durch die Stadt. Am Endpunkt findet eine Pop-Oper in einem Boxring statt, choreografiert, gesungen, geschrien. YOUR VOICE MATTERS – dieser Satz bildet das musikalische und politische Zentrum des Projekts. Die Songs (komponiert von Clara Pazzini und Leo Schmidthals) verbinden deutsch- und englischsprachige Pop-Ästhetik mit politischen Texten, Chören und Beats. Menschen aller Generationen sind eingeladen, mitzuwirken und mitzusingen.

Lisa Alice Klosterkötter / KlosterkötterGrafGBR

„Night Shifts (AT)“
88.000,00 Euro

Die Zeit zwischen Dämmerung und Morgengrauen ist ambivalent – magisch aber auch verunsichernd, möglichmachend und auch einschränkend. „Night Shifts“ untersucht mittels künstlerischer Interventionen wie Performances, Lesungen, Installationen und Konzerte das Spannungsfeld zwischen Licht und Schatten, Sichtbarkeit und Verborgen sein. Vielfältige künstlerische Beiträge finden an Orten wie einem Hafencontainer, dem Volkspark Altona, der St. Pauli Kirche, Straßenschluchten der City Nord, dem Dampfboot-Wartezimmer mit Abwasserkanal, Kneipen auf der Reeperbahn und der Nordelbbrücke statt, an denen drei "Nachtwächterinnen" das Publikum durch den Abend führen.

Caio Jacques Piaszek

„KLIMASTRÖME - Städte, Länder, Flüsse!“ 
96.500,00 Euro

Das Kunst- und Forschungsfestival für Kinder und Jugendliche eröffnet künstlerische Zugänge zum Thema Klimaschutz, ein Projekt, welches in Hamburg seine Quelle verankert, um gemeinsam mit den Projektpartnerstädten Wien und Brüssel eine Plattform für den Austausch von Ideen, Wünschen und Ängsten der Teilnehmer:innen in Bezug auf die Klimakrise und einen sich verändernden Planeten zu öffnen. Es wird Workshops geben, Produktionen und Präsentationen, in denen Kinder und Jugendliche gemeinsam mit zeitgenössischen Künstler:innen und Wissenschaftler:innen zum Thema Ernährung, Anbau und Ressourcen der Zukunft arbeiten. Ziel ist es, für klimaspezifische Problemstellungen zu sensibilisieren und ein selbst ermächtigtes Netzwerk von Kindern aufzubauen, welches in gemeinschaftlicher Verantwortung in die Zukunft blickt.

Das Hauptprogramm - Hamburg:

  • Workshop-Woche 1: 13. Juli bis 17. Juli 2026
  • Workshop-Woche 2: 20. Juli bis 24. Juli 2026
  • Festivalwochenende: 25. Juli bis 26. Juli 2026

Wien:

  • Workshop: 30. April bis 3. April 2026
  • Präsentation: 14. April 2026

Brüssel:

  • Workshop: 4. Mai bis 8. Mai 2026
  • Präsentation: 9. Mai 2026

Liz Rech

“(NOT A) COMMON GROUND.” 
140.000,00 Euro

Ausstellung vom 13. August bis 16. August 2026

Der Hamburger Baakenhafen ist Teil des Diskurses der aktuellen kultur- und erinnerungspolitischen Debatte um post-kolonialen Geschichte. (NOT A) COMMON GROUND versteht sich als performativer Beitrag zur Betrachtung und Aufarbeitung historischer Momente wie der Verabschiedung der sogenannten „Schutztruppen“ am Baakenhafen, die später unter dem Kommando von Lothar von Trotha im heutigen Namibia (damals „Deutsch-Südwestafrika“) einen Genozid an den Volksgruppen der Herero und Nama verübten. Im Frühsommer 2026 ermöglicht (NOT A) COMMON GROUND am Hamburger Baakenhafen im Rahmen der Programmreihe Counter Monuments der neuen Stadtkuratorin Joanna Warsza die Sichtbarmachung von Kolonialgeschichte.

Geförderte Projekte 2027

Romy Mittag, Mawuto Dotou, Jaclyn Hernandez, Gifty Lartey & Gülnihan Hasköy

M.Bassy e. V.

„Unity in Diversity: A Pan-African Dialogue Across Time (AT)”

110.000 Euro

Ein installatives Musiktheaterprojekt, das historische Reden panafrikanischer Vordenkerinnen durch internationale Künstlerinnen (u.a. Dead Prez, Sammus, Somi) in einen lebendigen Dialog übersetzt. Das modulare Projekt verbindet Konzert, Performance und Installation, um Panafrikanismus als Instrument für Allianzen und gesellschaftlichen Wandel intersektional zu beleuchten.

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Romy Mittag, Mawuto Dotou, Jaclyn Hernandez, Gifty Lartey & Gülnihan Hasköy

Romy Mittag, Mawuto Dotou, Jaclyn Hernandez, Gifty Lartey & Gülnihan Hasköy

Gifty Lartey

„Educate The Scene”

105.000 Euro

Ein achtmonatiges, barrierefreies Tanz- und Bildungsprogramm, das die Ursprünge und politischen Bedeutungen Schwarzer Tanzkulturen (House, Voguing, Afrofusion, Dancehall) in Hamburg sicht- und erfahrbar macht. Das kostenfreie Programm in der Villa Viva verbindet Lectures, offene Tanzklassen und ein intensives Mentoring durch internationale Expert*innen.

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Seitenansicht Ecotron_Claudius Schulze

Seitenansicht Ecotron_Claudius Schulze

Claudius Schulze

„Ecotron“

90.000 Euro

Auf einer Hafenschute entsteht als immersive Kunstinstallation ein computergesteuertes Gewächshaus. Darin wird das erhitzte Zukunftswetter herrschen und die Klimakrise erlebbar – einschließlich simuliertem Starkregen und Hitzewellen. Angepflanzt werden heimische wie invasive Wild- und Nutzpflanzen. Was wird gedeihen, wuchern oder verkümmern?

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Fundus Theater

„Der Hamburger Friedensgipfel – eine performative Friedensforschung“

79.850 Euro

Ein dreitägiges, intergenerationelles Kunst- und Forschungsprojekt, bei dem Kinder gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Künstlerinnen ihre Vorstellungen von Frieden erarbeiten und performativ umsetzen. Den Abschluss bildet eine große öffentliche Kinderfriedensparade durch Hamburg.

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Ensemble Resonanz

„Blumen für Otello“

65.000 Euro

In Gedenken an das NSU-Opfer Süleyman Taşköprü entsteht ein 75-minütiges, transdisziplinäres Konzertprojekt auf Kampnagel, das traditionelle türkische Trauerlieder (Ağıt) mit zeitgenössischer Komposition verbindet. Das Werk schafft einen gemeinsamen Erfahrungsraum für eine zukunftsorientierte, postmigrantische Erinnerungskultur.

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Daniel Dominguez Teruel

„A WORLD OF VAST EMPTY SPACES”

50.150 Euro

Die Performance-Installation A WORLD OF VAST EMPTY SPACES entsteht eigens für den Kuppelsaal der Hamburger Kunsthalle. Zwischen Folklore, Ritual und Choreografie inszeniert der Komponist und Musiktheaterregisseur Daniel Dominguez Teruel den Kuppelsaal zu einem musikalischen Reflexionsraum. In einer das Publikum umkreisenden, brüchigen Dramaturgie reflektieren Performer*innen und ein Chor Positionen, aus denen “wir” auf “die Welt” schauen. Mit Verletzlichkeit, Reflexion von Gewalt, physischer Präsenz und Künstlichkeit, versuchen sie etwas zu heilen oder zu füllen und Hoffnung zu schöpfen. Aus diesen Überlagerungen entsteht eine vielstimmige Versuchsanordnung über Rituale kollektiver Identität.