liegengebliebene und zerstörte Autos, die aufeinander geprallt sind
© Meyer & Kowski

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Geförderte Projekte 2023

Übersicht über die im Jahr 2023 geförderten Künstlerinnen und Künstler

reparation nation

Antragstellerin: Jessica Nupen
Fördersumme: 114.000 Euro

Projektbeschreibung: Das koloniale Erbe ist in Hamburg in besonderer Weise sichtbar. In reparation nation verleiht ein Ensemble aus zehn afrikanischen und europäischen Performerinnen und Performern Kunstwerken ihre Stimmen und Körper, um deren fiktive Geschichte zu erzählen. Nupen möchte die Wahrnehmung der Debatte um die Restitution kolonialer Raubkunst erhöhen und dabei insbesondere die afrikanische Perspektive darstellen. 

Der Turmbau zu Hamburg

Antragstellerin: Susanne Reifenrath
Fördersumme: 94.269 Euro

Projektbeschreibung: Auf dem Amerigo-Vespucci-Platz in der HafenCity errichtet Reifenrath mit ihrem Team eine 6x9m große Malen-nach-Zahlen-Leinwand. Der Turm, in seiner ewigen Unfertigkeit, ist ein Vexierbild für das menschliche Schicksal: Werden wir das von uns angestrebte friedliche, erfüllte und zukunftsfähige Leben jemals erreichen? Drei Tage lang sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, hoch in der Luft oder fest am Boden, auf jeden Fall aber gemeinsam, am Turmbau zu Hamburg zu arbeiten – unabhängig von Sprache, Herkunft, Alter, Beschäftigung oder Befähigung. Rundherum gibt es informative und poetische Einblicke zum Thema Turmbau für Jung und Alt.

Performative Buchmesse

Antragsteller: Pajam Masoumi
Fördersumme: 89.000 Euro

Projektbeschreibung: Wer schreibt, die oder der ermöglicht – direkt oder indirekt, sachlich oder lyrisch – einen Blick in die eigene Wahrnehmung der Welt. Die Performative Buchmesse möchte auf die Barrieren des Literaturbetriebs reagieren und Werken eine Plattform bieten, die sonst keine Sichtbarkeit bekommen. 

bodies under influence

Antragstellerin: Fernanda Ortiz Losada
Fördersumme: 74.000 Euro

Projektbeschreibung: bodies under influence ist eine Tanzperformance, in der das Publikum in eine alternative Zukunftswelt eintaucht. Durch VR-Brillen verschmelzen physisches und virtuelles Erleben: Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen, Zellformationen und Wasserpartikel interagieren mit den Bewegung erfassenden Anzügen der Tänzerinnen und Tänzer, die den ganzen Körper in die digitale Welt transferieren. Was geschieht, wenn wir als Menschen nicht mehr im Zentrum stehen, sondern stattdessen Interaktionen zwischen Mensch, Tier und Natur?

Kongress der Mikropolitiken

Antragstellerin: Barbara Niklas
Fördersumme: 69.900 Euro

Projektbeschreibung: Das Mikropol in Hamburg-Rothenburgsort, Ort der Nachbarschaft, des Begegnens, der Solidarität, feiert 2023 seinen dreijährigen Geburtstag. Dazu versammelt es Weggefährtinnen und -gefährten aus ganz Europa und zeigt Kooperationen, Theorien und Praxen, um einen Resonanzraum für mikropolitische Praxis zu erschaffen. Dabei steht eine Frage im Mittelpunkt: Wie kann eine mikropolitische Zukunft aussehen?

Seefrauenparade | 2 Gegen den Wind

Antragstellerin: Dagmar Rauwald
Fördersumme: 54.360 Euro

Projektbeschreibung: Die Geschichte der See ist meistens aus einer patriarchalen Perspektive erzählt und von Krieg, Kolonialismus und Ausbeutung geprägt. Die Seefrauenparade | 2 Gegen den Wind sucht nach Bewegung in den maritimen Geschlechterverhältnissen und setzt sich ein für eine alternative, feministische Perspektive auf Meer und Hafen.

beats, rhymes and history

Antragsteller: Marc Agten
Fördersumme: 4.471 Euro

Projektbeschreibung: beats, rhymes and history ist eine gerappte Stadtführung, die sich mit der Kolonialgeschichte aus postkolonialer Perspektive beschäftigt und sich dabei im direkten Dialog mit den Teilnehmenden aller Altersklassen austauscht.